Tapas

"Tapas" oder "Pinchos" (eine Art „Gastronomie in Miniatur“) sind kleine kulinarische Leckerbissen, die in Avila kostenlos zum Wein oder Bier gereicht werden. Sie erlauben einen guten Einblick in die spanische Gastronomie. Avila ist auf dem besten Weg, Spaniens wichtigstes Tapaszentrum zu werden. Seit 1999 werden hier jährlich im Juni Tapaswettbewerbe abgehalten. 

Wir beginnen unsere "Ronda de Tapas" so gegen 20:30 in den typischsten Bars der Stadt. So fangen wir am Rastro-Tor an, im "Mesón el Rastro", einem weltweit bekannten Restaurantbetrieb in Familienhand. Die beliebteste Tapa hier sind die "albóndigas". 
 
Weiter gehts zu unserem Nachbarn, der "Taberna del Lagartijo", wo Ihnen Fernando ("Toni" unter Freunden) ausgewählte Weine und exquisite Häppchen anbietet. 

 

Unsere nächste Station ist el "Palomar" in der Straße von Tomás Luís de Victoria, wo Sie "Caldo", Calamares oder Gambas in Teigmantel gereicht bekommen. Die außergewöhnliche Qualität seiner Tapas machte den "Palomar" zum Gewinner des alljährlichen Tapaswettbewerbes. Unsere spezielle Empfehlung: Fischhäppchen mit auf Steineichenholz gebratenen roten Paprikas. 

Der "Guillermo" am "Mercado Chico" ist zwar eine der teuersten Bars überhaupt, bietet allerdings über die Grenzen der Region hinaus die besten Stockfischtapas mit Knoblauch und edelstem Olivenöl. 
 
Unsere fünfte Pause legen wir in der "Bodeguita" ein, in der Straße San Segundo. Hier finden Sie eine großartige Auswahl der besten spanischen Weine. Probieren Sie die Pilze "a la plancha" oder die "ensalada de coruja". Emilio ("Emili" für seine Stammgäste) bietet Ihnen eine Qualität in Weinen und Tapas, die in Avila fast unübertrefflich ist. Emilio richtet übrigens erlebnisreiche Weinproben für unsere Schüler aus. 


Und noch eine vorläufig letzte Station: wir bummeln Richtung "Grande" und treffen in einer seiner Seitenstraßen die "calle San Millán", wo eines der ältesten Bars liegt - "Casa Patas". Hier sollten Sie die in Salzlake eingelegten Oliven probieren. "Casa Patas" war die bevorzugte Bar von Camilo-José Cela in Avila. 

Nach einer solchen Anzahl leckerster Tapas hat man wahrlich keinen Hunger mehr. Das Abendessen kann ausfallen! Stattdessen schlendern wir ins "Colonial" nebenan in der Straße Estrada, Ambiente alter Kolonialherrschaft, tropischer Gehölze, orientalischer Düfte und edelster Kaffees.